Vernissage „Als Bilder noch bewegten“ im Adlon

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Sophia Loren @Jochen Blume

Ganz ehrlich – wenn ich wüsste, dass ich mit 90 Jahren noch so gut drauf sein werde wie Prof. Jochen Blume, freu‘ ich mich ab heute aufs Älterwerden…Der Mann, eine lebende Fotolegende, hatte gestern Abend zur Vernissage „Als Bilder noch bewegten“ ins Nobelhotel Adlon in Berlin gebeten; d.h. eigentlich waren es Patricia Cronemeyer und Stephan Grulert von der Kanzlei „Dr. Cronemeyer & Grulert“ hier aus Hamburg, die das gemeinsam mit dem Adlon ermöglicht haben… Er, der Professor, wollte nämlich seine Bilder nie wieder zeigen. Ließ sich aber

dann doch von seinen jungen Hamburger Freunden überreden.  Zum Glück muss man sagen, denn es wurde ein „magischer Abend“ (nicht meine Worte, sondern die von TV-Koch Ralf Zacherl).  Das „Magische“ lag vor allem an dem Herrn Professor, der mit seiner liebenswürdigen Art und seinen herrlichen Anekdoten die gut 200 Gäste bezauberte. Und zwar alle. Egal ob jung oder alt. Popstar oder Politiker. Auch Bill Kaulitz (der übrigens total nett ist, super freundlich und wahnsinnig wohlerzogen…) war völlig begeistert

„Unwahrscheinlich, was der Mann alles erlebt hat und wie er es schafft, solche Momente einzufangen.“ Bill selber fotografiert übrigens auch total gern und hat mir noch verraten, dass er für sein Solo-Album, das demnächst kommt, sogar ein ganzes Table-Book mit Schwarz/Weiß-Aufnahmen angefertigt hat. Ein Tab-Bill-Book, sozusagen… Es soll übrigens „viel nackte Haut“ zu sehen sein…Ich bin gespannt…

Willy Brandt an der MauerWilly Brandt an der Berliner Mauer @Jochen Blume

Aber zurück zur Ausstellung: Bei köstlichsten Häppchen und edlem Prickelwasser flanierte das Who-is-Who der Berliner Society entspannt die langen Hotelgänge auf und ab, um die 28 großformatigen Schwarz-Weiß-Bilder in Ruhe zu genießen, die den Betrachter direkt in eine andere Zeit katapultieren…  Jochen Blume hatte zwar Tokio Hotel oder die Kaulitz-Zwillinge (noch) nicht vor der Linse, dafür aber John F. Kennedy, Elke Sommer, Sophia Loren, Willy Brandt und viele, viele mehr. Jedes seiner Werke erzählt heute noch von dem einen besonderen Moment, von der ehrlichen Nähe, die sich spontan zwischen zwei Menschen aufbauen kann –  und die im besten Falle, wie bei Jochen Blume, dem Fotografen einen tiefen Einblick in die Seele des Gegenübers gewährt. Kein Wunder also, dass der heute 90-Jährige überhaupt kein Fan von Selfies ist: „Ich glaube, wir sollten uns alle selbst einfach mal nicht so wichtig nehmen.“Also – solltet ihr in den nächsten Wochen nach Berlin kommen, trinkt ein Glas Champagner im Adlon und schaut Euch die Ausstellung an. Es lohnt sich!

Unter den Gästen: Falk Willy-Wild, Lars Riedel, Annabelle Mandeng, Betty Amrhein, Tini Gräfin Rothkirch, Tina Ruland, Lina van de Mars, CDU-Poltiker Dirk Fischer, Schmuckhersteller Roland Rauschmayer und Frau Lilo, Truck Stop Mitbegründer Rainer Bach und Frau, Tobey Wilson, Katrin Wrobel uvm.

„Als Bilder noch bewegten“ im Hotel Adlon Kempinski, Unter den Linden ist vom 14. Januar bis Anfang April 2016 zu sehen und zeigt auf Initiative der Kanzlei Dr. Cronemeyer & Grulert 28 der bedeutenden und bewegenden Fotografien von Prof. Jochen Blume.

 

 

Zur Info
Prof. Jochen Blume, geb. 1925, ist gelernter Lehrer und arbeitete seit 1948 als Pressefotograf. Er begann seine Karriere bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa), wechselte dann zum Axel-Springer-Verlag und war dort u.a. für die Bild-Zeitung und die Zeitschrift Kristall tätig. Später ging er zum Stern und machte sich dann selbstständig. 1973 wurde er zum Professor für Fotografie an der Hamburger Hochschule für Gestaltung berufen und ist seit Jahrzehnten auch Dozent an der Akademie für Publizistik. Blume hat mehrere Foto- und autobiographische Bücher geschrieben.

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