Eat clean – train dirty! So sieht’s aus mit den guten Vorsätzen… 

Neues Jahr – neue Vorsätze… Petra und ich hatten uns vorgenommen, dass wir in 2017 wieder das beste Ich werden wollten, das wir bieten können. Für mich hieß das –  nach der Geburt meines Kindes und einem Winter, in dem ich mich kaum bewegt aber viel gefuttert hatte, waren da ein paar hartnäckige Röllchen und ein paar Kilos zu viel auf mir gelandet.

Und die wollten partout nicht verschwinden. Meine Hosen kniffen, zwei waren sogar geplatzt… so konnte es nicht weitergehen, ich wollte wieder getont und trainiert aussehen. Genaugenommen reden wir von 4-5 Kilos und Speck, der sich in Muskeln umwandeln sollte. Früher war das kein Problem. Ein, zwei Tage etwas weniger essen und etwas mehr bewegen, zack, schon waren die lästigen Pfunde wieder weg. Nun, mit Ende 30, muss ich aber zugeben, dass das nicht mehr im Handumdrehen funktioniert. Im Gegenteil. Und ich muss gestehen: Ich bin und bleibe ein Genussmensch. Essen ist für mich Musik, Balsam für die Seele und eines meiner größten Hobbies. Wenn ich Hunger habe, bekomme ich richtig schlechte Laune und ich kann auch leider ziemlich viel futtern. Eine richtige Diät kommt für mich also nicht infrage, denn die würde ich maximal 2 Tage durchhalten und selbst das nur mit Hängen und Würgen. Aber meine Ernährung musste ich ändern und natürlich auch die Bewegung immens vergrößern. Was tun? Zunächst begann ich damit, zwei Wochen lang jeden Tag 10 Kilometer mit meinem Hund spazieren zu gehen. Großes versprach ich mir davon für mich und meine Emma. Okay, meine Fellnase fand das mit ihren 11 Jahren nicht mehr so berauschend – und bei mir hat sich nichts geändert. Die Waage zeigte maximal 100 Gramm Unterschied an. Frustrierend. Darum nahm ich mir vor, wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Das geht bei mir aber nur vormittags, da ich ab mittags meinen Sohn zuhause habe.

Premiere in der Muckibude… 

Die grandiose Premiere nach fast 2(!!) Jahren Abstinenz in der Muckibude (ja, ich bin eine Karteileiche) fiel aber direkt ins Wasser, denn es gab keinen einzigen Parkplatz mehr weit und breit (und das ist keine Ausrede!), des Weiteren wurde mein Plan durch das Streichen des Dienstagvormittag-Zumba-Kurses vereitelt. Gerätetraining finde ich doof, Kurse hingegen super. Ich war wieder gefrustet…

Also kramte ich zuhause meine Vibro-Platte raus und entschied, mindestens jeden zweiten Tag eine Einheit zu absolvieren. Gesagt, getan. Ich fand mich 40 Minuten auf der Platte wieder. Danach hängte ich noch 20 Minuten Problemzonentraining dran. Und das ist definitiv meine Körpermitte. Mein Bauch … okay, davon will ich gar nicht sprechen. Und mein Hüftspeck war nie größer… Egal. Das soll ich ja jetzt ändern. Zu meinem Training gehören 80 Squats im Wechsel zwischen langsam ausgeführt und schnell, 40 Seitenbeuger, 120 Leglifts, 80 Popopusher, 50 Liegestützen, 3 x Planks je 60 Sekunden, und dann verschiedene Bauchmuskelübungen. Ich muss aber erwähnen, dass ich keine Situps mache. Davon bekomme ich keinen schönen Bauch. Bei mir funktionieren am besten Übungen, in denen ich die geraden Bauchmuskeln nur indirekt, also durch Anspannung, trainiere. Dazu gehört beispielweise das schnelle Kreuzen der Beine in Rückenlage, aber auch bei den Planks und Liegestützen spannt man den Bauch ordentlich an. Das wirkt bei mir einfach besser und mein Bauch wird flacher.

Die Kunst: regelmäßig trainieren!

Die Kunst ist nur, man muss es REGELMÄßIG machen und das heißt, mindestens 4x/Woche, besser täglich (also zumindest die Übungen), die Vibroplatte habe ich jetzt 3-4 Mal/Woche in meinen Plan eingebaut. Am Wochenende mache ich es mittags, in der Woche abends ab etwa 21 h – früher geht leider nicht. Was soll ich sagen? Jetzt, nach etwa 2 Wochen, sehe ich die ersten Ergebnisse so richtig. Zwar noch nicht auf der Waage, aber an meinem Körper. Er ist gestraffter, ich sehe wieder Muskeln kommen und ich fühle mich wohler. Das aber nicht nur, da ich Ergebnisse sehe. Nein, ich fühle mich stärker, besser, selbstbewusster. Ich gehe aufrechter und mit mehr Körperspannung, ich habe mehr Kraft, bin nicht mehr so müde und einfach fitter. Sport ist und bleibt die beste Medizin für unseren Körper.

Neben dem Sport habe ich ein paar Sachen, von denen ich weiß, dass ich sie durchhalten kann, an meiner Ernährung geändert. Ich weiß ja, was mein größter Feind ist: Zucker! Ich liebe Süßigkeiten, vor allem Gelee-Bananen, Haribos und Quality Street… Also lautet mein Plan: Zuckerreduktion. Ich esse beispielsweise keinen gesüßten Joghurt und keine Wurst (da ist nämlich auch Zucker drin) mehr und auch nur noch eine klitzekleine Portion Sweets am Tag. Zudem versuche ich, so gut es geht nur noch unverarbeitete Lebensmittel zu essen und abends etwas weniger Kohlenhydrate zu mir zu nehmen. Viel Rohkost kommt abends auf den Tisch – und Suppen! Ich lieeeeeeebe Suppen. Momentan mein Favorit: Gyros-Suppe (die hat mit Gyros aber nur gemeinsam, dass dasselbe Gewürz hineinkommt. Ansonsten tummeln sich da drinnen etwas Hähnchenbrust, Paprika, Spitzkohl und Tomaten… Leeeecker!) Eat clean, train dirty. Da ist was dran. Sonntags gönne ich mir meinen Döner (ohne geht nicht). Und jetzt muss ich mal abwarten, wohin die Reise geht. Ich habe aber ein gutes Gefühl, ich bin motiviert und habe mein Ziel vor Augen. Wichtig finde ich: Jeder muss für sich schauen, dass er ein „Programm“ findet, das zu ihm passt und das ohne radikale Änderungen in den Alltag integriert werden kann, damit es dauerhaft angenehm bleibt. Zu viel Verzicht frustet und ist, denke ich, auch nicht Zielführend. Wir leben schließlich nur einmal!
PS: Ich habe mich zwischenzeitlich auch mit der App „My fitness pal“ befasst, aber entschieden, dass die nichts für mich ist. Es ist sowas wie ein Tagebuch, in dem man seine körperlichen Tätigkeiten eintragen kann, sein Essen etc. Die App sagt dir, wie viele Schritte man gelaufen ist, wie viele Kalorien du essen solltest, um a) abzunehmen, b) Gewicht zu halten oder c) zuzunehmen und so weiter und so fort. Man kann eintragen, was man gegessen hat (dafür ist eine große Ernährungsdatenbank eingebaut). Für einige mag das funktionieren, für mich eher nicht. Ich war in der Jugend magersüchtig und Kalorienzählen ist Gift für mich. Die Kontrolle über mein Essen zu erhalten und wieder in diesen Wahn zu verfallen? No way!

styledarlings

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